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KOMM-IN Zentren

Foto der Rezeption eines Komm-In-Zentrums. Sie bildet die erste Anlaufstelle des Kunden.

Problematik
Durch die bundesweit zu verzeichnende Abwanderung von Dienstleistern in die Ballungsgebiete nimmt die Attraktivität gerade kleinerer Kommunen im ländlichen Raum immer mehr ab. Dienstleister wie die Postagentur oder Banken ziehen sich aus dem Ort zurück, die Nahversorgung (Einzelhandel, Dienstleistungen, Lebensmittelladen) ist nicht mehr gewährleistet. Ein Generationenwechsel im Bereich Dienstleistung und Einzelhandel führt häufig aufgrund fehlender Nachfolger zur Aufgabe von Läden und sonstigem Dienstleistungsgewerbe. Die Folge ist eine fehlende oder ungenügende Infrastruktur im ländlichen Raum. Ein Lösungsansatz stellt das KOMM-IN dar:

Was ist ein KOMM-IN?
Das KOMM-IN bündelt kommunale, öffentliche und gewerbliche Dienste für die Bürger zentral an einem Ort. Zur Befriedigung der täglichen Bedürfnisse finden die Bürger hier eine Vielzahl von Leistungen und Produkten unter einem Dach. Durch die Nutzung der neuen Medien (Internet, Video) wird den Kunden eine individuelle Beratung gewährleistet, welche durch wenige KOMM-IN-Mitarbeiter übernommen werden kann. Die neuen Technologien ermöglichen es dabei, Kompetenz aus dem städtischen Zentrum in die Kommune vor Ort zu holen.

Die Kernbereiche eines KOMM-IN Dienstleistungszentrums bilden beispielsweise die kommunale Verwaltung, Finanzdienstleistungen, Gesundheit und Energie. Daneben können weitere optionale Partner integriert werden, wie Postagentur, Reisebüro oder Tageszeitungen. Auch örtliche oder regionale Unternehmen können als eigenständige Bestandteile im KOMM-IN untergebracht werden.
 
Welche positiven Wirkungen bringt ein KOMM-IN mit sich?
Mit der Einrichtung eines KOMM-IN Dienstleistungszentrums entstehen Synergien durch die gemeinsame Raumnutzung und die Bündelung verschiedenster Kundenbedürfnisse. Hierdurch wird der Verbleib in der Fläche für so manchen Anbieter wieder attraktiv, es entsteht eine Kaufkraftbindung, die auch den vorhandenen Einzelhandel stärkt. Durch die Nutzung der Synergien können Kosten geteilt werden, was die Attraktivität für potenzielle Partner steigert. Insgesamt stellt das KOMM-IN eine Gegenstrategie zum Rückzug von Arbeitgebern und Infrastruktur-Dienstleistern aus dem ländlichen Raum dar.

Logo der Komm-In-Zentren

 

Wie kann eine Kommune ein KOMM-IN umsetzen?
Zur Umsetzung eines individuellen KOMM-IN Dienstleistungszentrums bietet die KOMM-IN GmbH den Kommunen umfassende Serviceleistungen von der Planung bis zur Realisierung an. Die KOMM-IN GmbH ermöglicht interessierten Kommunen außerdem Besichtigungen mit dem Gemeinderat in einem der bereits vorhandenen Zentren an.

Der erste Schritt zur Umsetzung besteht daher in der Kontaktaufnahme mit der KOMM-IN GmbH, die Ihnen ein konkretes Angebot über eine Standortanalyse unterbreitet und das KOMM-IN System in den Gremien präsentiert. Als Einstieg in die KOMMIN-Überlegungen einer Kommune dient der sog. Auftaktworkshop, in dem intensiv über die Zukunft der Nahversorgung in der Kommune nachgedacht wird, der aktuelle Status erarbeitet wird und mögliche Partner für ein KOMM-IN festgelegt werden. Am Ende des Auftaktworkshops steht eine Dokumentation, die dem Gemeinderat zur Verfügung gestellt wird.

Als zweiten Schritt prüft die KOMM-IN GmbH im Rahmen der Standortanalyse, ob das Modell in Ihrer Kommune realisierbar ist. Sie übernimmt die Abstimmung mit den potenziellen Partnern und untersucht die in Frage kommende Immobilie sowie die Räumlichkeiten auf ihre Eignung. Hierbei werden jeweils die örtliche Situation im Rahmen eines Tagesworkshops mit Entscheidungsträgern und direkten Beteiligten aufgenommen und künftige Strategien und Ziele erarbeitet.

Im dritten Schritt begleitet die KOMMIN GmbH den/die Betreiber beim Aufbau des Zentrums bis zur Eröffnung. Im Einzelnen gehören hierzu Projektmanagement, der Abschluss der Partnerverträge, Personalauswahl und -schulung, Marketing-Service, Einführung der elektronischen Arbeitsplattform (KOMM-IN EAP) als ein auf dem Internet basierendes Arbeitsinstrument sowie Qualitätsmanagement.

(VGL. AUCH “DIE GEMEINDE”, ZEITSCHRIFT FÜR DIE STÄDTE UND GEMEINDEN, ORGAN DES GEMEINDETAGS BADEN-WÜRTTEMBERG, 15. AUGUST 2003, SOWIE KOMM-IN AKTUELL - 7/2003 SOWIE “ZUKUNFT VON FILIALBANKEN - VON FILIALEN ZU DIENSTLEISTUNGSZENTREN”, FRAUNHOFER INSTITUT)

Beispiel Sternenfels
Als Pilotprojekt wurde 1999 das erste KOMM-IN Dienstleistungszentrum in Sternenfels im Enzkreis eröffnet. Hier werden heute Dienstleistungen für insgesamt 15 Partner angeboten. Von drei KOMM-IN Mitarbeitern werden die Dienstleistungen von zwölf Dienstleistungspartnern angeboten:

  • einer Bank / Sparkasse (die Bank ist mit drei weiteren eigenen Mitarbeitern vertreten),
  • einem Touristikbüro,
  • der AOK,
  • 2 regionalen Tageszeitungen,
  • der örtlichen IHK,
  • der Kommune,
  • dem Arbeitsamt,
  • dem Landratsamt,
  • der Post und
  • der Polizei.


Mit Ausnahme der Sparkasse sind die dort integrierten Dienstleistungspartner in der Regel nicht mit eigenen Mitarbeitern in der Filiale vertreten. Die von den KOMM-IN-Mitarbeitern zu erbringenden Leistungen sowie die Darstellung des betreffenden Unternehmens im KOMM-IN sind jeweils in Partnerschaftsverträgen mit den einzelnen Unternehmen festgelegt. Bei der Auswahl der Mitarbeiter stand die verkäuferisch-soziale Kompetenz im Vordergrund. Die letztendlich ausgewählten Mitarbeiter verfügen über eine Bank- bzw. Einzelhandels-Ausbildung.

Ein systematisches Qualitätsmanagement wird in Sternenfels gewährleistet durch Qualitätszirkel und gemeinsame Dienstbesprechungen der Sparkassen und KOMM-IN-Mitarbeiter sowie in systematischen Kundenbefragungen und einem Beschwerdenmanagement.

Um nach außen eine klare Strategie zu verfolgen und Vertrauen und Sicherheit zu vermitteln, sind die Mitarbeiter in Sternenfels disziplinarisch dem Bürgermeister unterstellt.


Ansprechpartner:
Michael Gutjahr -
Tel.: 0 70 45 / 970-1254

Anschrift:
KOMM-IN GmbH
Maulbronner Straße 26
75447 Sternenfels
Internet: www.komm-in.de
Email: info@komm-in.de